österreichischer Jurist; Präsident des österreichischen Verfassungsgerichtshofs 2003-2008, Vizepräsident 1999-2002
* 7. Dezember 1940 Wien
† 9. März 2017
Herkunft
Karl Korinek, röm-kath, wurde 1940 in Wien als Sohn von Dr. Franz Korinek geboren, der als Generalsekretär der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft und 1963/1964 als Bundesminister für Finanzen Bekanntheit erlangte.
Ausbildung
Nach der Matura, die K. 1958 am humanistischen Mariahilfer Gymnasium in Wien ablegte, studierte er an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und promovierte 1963 zum Dr. juris. 1970 erfolgte seine Habilitation für Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Salzburg.
Wirken
K. war als Rechtspraktikant bei verschiedenen Wiener Gerichten und anschließend als Rechtskonsulent der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft, und zwar als Referent in der wissenschaftlichen Abteilung, tätig. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit setzte K. seine wissenschaftliche Arbeit fort. Nach der Habilitation als Verfassungs- und Verwaltungsrechtler an der Universität Salzburg wurde K. 1972 Ordinarius an der Universität Graz und erhielt 1976 einen Ruf als ordentlicher Universitätsprofessor für Verfassungs- und Verwaltungsrecht an die Wirtschaftsuniversität Wien. Von dort wechselte er zum 1. Febr. 1995 als Ordinarius an das Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der Universität Wien.
Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen (siehe Werke) kümmerte sich K. in Seminaren speziell um den wissenschaftlichen Nachwuchs. 1975 ...